Guardiola: „Die beste Liga, die ich je hatte“

Er kann es nicht lassen, der Herr Guardiola!
Kurz bevor sich der Workaholic seinen Urlaub im Liegestuhl in der heimischen katalanischen Sonne gönnt, haut er mal wieder ein Zitat heraus, mitwelchem man nichts anzufangen weiß und sich überlegt, ob das an seinen Deutschkenntnissen liegt.
Dieses Mal huldigt er nicht nur Rafinha, Sebastian Rode oder Philipp Lahm, die er alle in irgendeiner Weise zu den besten Spielern zählt, die er jemals trainieren durfte, sondern (HSV-Angestellte, bitte Ohren zuhalten) die ganze deutsche Fußball-Bundesliga!
Ich weiß zwar nicht, was diese regelmäßigen schleimtropfenden Lobeshymnen Guardiolas bezwecken sollen, dennoch habe ich eins gelernt: Sie polarisieren.
Zack! Somit war der Name meines Blogs geboren. Die Beste Liga Die Ich Je Hatte. Danke Pep!

In Die Beste Liga Die Ich Je Hatte ist Platz für jeden Fußballromantiker, Satireliebhaber, Fußballzyniker und jedem, der beim Thema Fußball nicht nur an Statistiken, Zahlen und Geld denkt. Es geht um das, was ums Spielfeld herum passiert. Um die Aspekte, die den heutigen kommerziellen Fußball trotzdem noch romantisch erscheinen lassen und um die, die diese Illusion gefährden.
Fußball ist mehr als ein Spiel, bei dem 22 Menschen einem Ball hinterherrennen.
Fußball heißt Emotionen, verbunden mit Kurve, Gesang, Bier, Zigaretten und Kater. Der Kater kann zweierlei aussehen, einmal positiv und einmal negativ. Auch der positive ist natürlich negativ, nur ist er kaum erwähnenswert, da die freudentrunkene Stimmung durch den Sieg seines Vereins am Vortag, sich über mehrere Tage und bei besonderen Siegen, sogar über mehrere Wochen ziehen kann und jeden alkoholgeschuldeten Kater überlagert. Schlimm wird es erst, wenn sich der Alkoholkater, mit dem Frust einer Niederlage verbindet und sich daraus eine Megaemotion entwickelt. Dann schießt einem ganz plötzlich die demnächst anstehende Prüfung, der kommende Arbeitsstress und überhaupt alle schlechten Gedanken wie ein Blitz durch den Kopf, die man vor dem Fußballwochenende erfolgreich verdrängt hatte.
Kommt es zu einer ganzen Serie schlechter Ereignisse, bleibt die Hoffnung, dass die Söldner auf dem Spielfeld nochmal die Kurve kriegen. Diese wird von Niederlage zu Niederlage kleiner, umso größer aber auch die Erleichterung und Freude, wenn die Leidenszeit dann vorbei ist.
Das ist ja auch das Schöne, dass die furchtbaren Wochen mit einem Tor in Vergessenheit geraten können und alle sich wieder lieb haben: Aus den Söldnern werden plötzlich wieder Fußballgottheiten, egal wie scheiße die gesamte Saison gelaufen ist.

Apropos, ich hoffe, ich werde den Blog nicht mit zu viel „Scheiße“ zumüllen.
Ich ziehe mich nun, wie der Herr Guardiola, faul in die Sonne zurück, genieße ein Glas Rotwein und erhole mich noch immer von dem 10:0-Erfolg der deutschen Frauennationalmannschaft bei der WM. #braucheSommerpause

2 thoughts on “Guardiola: „Die beste Liga, die ich je hatte“

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